Ein lebenswertes BaselAn Werten orientiert
Unsere Grundwerte orientieren sich an den ethischen Leitlinien des Evangeliums, die heute so aktuell sind wie damals. Wir stellen uns der Herausforderung, diese immer wieder neu in eine aktuelle, sachgerechte Politik umzusetzen. Wir anerkennen, dass sich daraus unterschiedliche, mitunter sogar widersprüchliche Folgerungen ergeben können. Darum kennen wir kein Parteidiktat. Die Mitglieder der EVP sind in erster Linie ihrem Gewissen verpflichtet.
Der Mensch im Zentrum
Fest steht aber, dass jeder Mensch individuell ernst zu nehmen ist, ungeachtet seiner Leistung und seines Ansehens. Seine Person ist einmalig und unverfügbar. Zu ihrer Entfaltung bedarf sie der Freiheit von wirtschaftlichen und staatlichen Zwängen, aber auch der Freiheit von Not und Angst. Dafür setzen wir uns ein.
Einsatz für die Schwächsten
Die EVP vertritt keine Interessengruppen, will sich aber besonders für jene Menschen einsetzen, die trotz Sozialpartnerschaft und Sozialstaat von der modernen Gesellschaft vernachlässigt, gemieden oder überfordert werden. In diesem Sinn kann sie auch Sprecherin christlicher Sozialwerke sein.
Ideologisch ungebunden
Im Wissen um die Unvollkommenheit und Vergänglichkeit aller von Menschen errichteten Ordnungen lehnen wir politische Heilslehren, dogmatische Fixierungen und ideologische Vereinfachungen der Realität ab. Weder können wir alles Neue als fortschrittlich noch alles Alte als erhaltenswert betrachten.
Freiheit wozu?
Diese Ungebundenheit ermöglicht es uns, aus dem herkömmlichen Links-Rechts-Schema auszubrechen. Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur im Ausgleich und in der Vermittlung, sondern auch darin, übersehene und verdrängte Probleme aufzugreifen und zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten.
Verantwortung für die Menschen
Jeder Mensch als Glied der Gesellschaft bedarf der Zuwendung seiner Mitmenschen und der Hilfe der Gemeinschaft. Darum hat jede und jeder auch Verpflichtungen der Gemeinschaft gegenüber, wie es dem Gebot der Nächstenliebe und der Solidarität entspricht. Der Macht des Stärkeren ist das Recht des Schwächeren entgegenzusetzen, und einem uneingeschränkten Individualismus das Interesse aller an einer funktionierenden Gemeinschaft.
Verantwortung für die Umwelt
Die Natur und ihre Gaben sind uns anvertraut, damit wir sie unter grösstmöglicher Schonung verwalten und auch späteren Generationen erhalten, statt sie aus Verschwendungs- und Profitsucht zu plündern und zu zerstören.
Träger der Verantwortung
Was der Mensch allein oder im Zusammenschluss mit anderen bewältigen kann, was Familien oder Gemeinschaften erfüllen können, sollen sie auch möglichst frei gestalten können. Was sie überfordert, ist an grössere Gemeinschaften zu delegieren. Funktionierenden privaten Initiativen gebührt der Vorzug vor staatlichen Institutionen.
Der Staat: notwendig aber niemals hinreichend
Der Staat, den wir mitgestalten wollen, soll sich seines Charakters als unvollkommene und vorläufige Ordnung bewusst bleiben, indem er den Menschen schützt, aber nicht bedrängt, indem er Hilfe bietet, ohne die Selbsthilfe zu schwächen.
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