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EVP setzt sich für Transparenz im Hochschulsponsoring ein

Privates Hochschulsponsoring nimmt zu. Dieses birgt Chancen und Risiken. Deshalb wollen die EVP-Landrätin Sara Fritz und die Basler EVP-Grossrätin Annemarie Pfeiffer wissen, wie ernst es die Universität Basel und die Fach-hochschule Nordwestschweiz (FHNW) mit der Transparenz bei Drittmittelbei-trägen nehmen. Sie reichen dazu heute in den beiden Parlamenten gleichlau-tende Vorstösse ein.

Insbesondere aus der Politik werden seit einigen Jahren immer wie mehr Stimmen laut, die von den Hochschulen (Universitäten und Fachhochschulen) einen höheren Selbstfinanzierungsgrad v.a. mittels höherer Drittmittelbeiträge fordern. Es ist denn auch ein Fakt, dass Hochschulsponsoring in den letzten Jahren in der Schweiz stark zugenommen hat. Davon sind auch die Universität Basel und die FHNW nicht ausgenommen.

Zusammen mit Parteikollegin Annemarie Pfeifer, Grossrätin Basel-Stadt will EVP-Landrätin Sara Fritz mittels Interpellation von den beiden kantonalen Regierungen wissen, wie es beim Hochschulsponsoring der Universität Basel bzw. der FHNW um die Transparenz steht. Denn eine private Hochschulfinanzierung birgt Chancen und Risiken. Das höchste Gut der Universitäten ist die akademische Freiheit – die ja auch durch die Bundesverfassung gewährt wird. Diese wird aber durch Verträge über private Finanzierungen gefährdet. Deshalb ist Transparenz im Hochschulsponsoring unabdingbar.

Pfeifer: "Wir fragen, ob die beiden Hochschulen bereit sind, eine Transparenzliste zu führen, mit welcher jährlich über Herkunft und Zweck von Spenden Auskunft gegeben wird sowie die Verträge über solche Zuwendungen öffentlich einsehbar zu machen."

"Ausserdem möchten wir u.a. wissen, wie die Universität Basel und die FHNW sicherstellen, dass sie sich in ihren Budget- und Strategieplanungen nicht von potentiellen Geldgebern beeinflussen lassen und ob Angestellte von Drittmittelgebenden bevorzugten Zugang zum Lehrangebot erhalten oder in anderer Form von einer privilegierten Behandlung profitieren," sagt Fritz.

Fritz und Pfeifer werden heute Mittwoch, 13. Dezember 2017 die Interpellation mit zwölf Fragen im Grossen Rat Basel-Stadt resp. im Baselbieter Landrat einreichen.

 

Basel/Liestal, den 13. Dezember 2017

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