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Delegiertenversammlung der EVP Schweiz in Basel

Regierungsrat Lukas Engelberger, CVP

Christine Kaufmann

Marianne Binder-Keller (CVP)

Sibel Arslan (Basta)

Magdalena Küng (GSOA)

Beat Flach (GLP)

Am 19. Sep­tem­ber fand die 1. aus­ser­or­dent­li­che Dele­gier­ten­ver­samm­lung der EVP Schweiz in Basel statt. Nach ein­lei­ten­den Wor­ten der Prä­si­den­tin Mari­anne Streiff und einer Besin­nung von Pfar­rer Daniel Frei über­brachte Regie­rungs­rat Lukas Engel­ber­ger (CVP) ein Gruss­wort der Regie­rung - u.a. auch zum hun­dert­jäh­ri­gen Geburts­tag unse­rer Kan­to­nal­par­tei - und Chris­tine Kauf­mann gab einige per­sön­li­che Ein­bli­cke in ihren Bezug zur EVP-Geschichte uns­rer Kan­to­nal­par­tei. Danach wur­den Paro­len gefasst.

Stimm­frei­gabe zum Ver­hül­lungs­ver­bot
Mari­anne Binder-Keller (CVP) und Sibel Ars­lan (Basta) ver­tra­ten die Posi­tio­nen zum Ver­hül­lungs­ver­bot. Nach inten­si­ver Dis­kus­sion und sehr knap­pem Parolen-Entscheid beschlos­sen die Dele­gier­ten auf Antrag gross­mehr­heit­lich Stimm­frei­gabe zur Volks­in­itia­tive «Ja zum Ver­hül­lungs­ver­bot».  Im Zen­trum der Dis­kus­sion stan­den dabei einer­seits Aspekte der Gleich­be­rech­ti­gung, der Werte und der gesell­schaft­li­chen Kul­tur sowie ande­rer­seits die feh­lende Not­wen­dig­keit einer Ver­fas­sungs­re­ge­lung für ein kaum vor­han­de­nes Pro­blem.

Beschä­digte Glaub­wür­dig­keit
Zur Volks­in­itia­tive für ein Ver­bot der Finan­zie­rung von Kriegs­ma­te­ri­al­pro­du­zen­ten refe­rie­re­ten Beat Flach (GLP) und Mag­da­lena Küng (GSOA). Die Dele­gier­ten fass­ten mit 68 zu 0 bei 5 Ent­hal­tun­gen die Ja-Parole. Die EVP hatte sich im Natio­nal­rat ver­geb­lich für die Aus­ar­bei­tung eines indi­rek­ten Gegen­vor­schlags ein­ge­setzt. Es ist aus Sicht der EVP ein unauf­lös­li­cher Wider­spruch, wenn die Schweiz mit der einen Hand durch die Finan­zie­rung der Kriegs­ma­te­ri­al­pro­duk­tion welt­weit Kon­flikte anheizt, die sie mit der ande­ren Hand diplo­ma­tisch lösen will. Dies beschä­digt ihre Glaub­wür­dig­keit als neu­tral ver­mit­telnde Part­ne­rin.

Enga­ge­ment für die Kon­zern­ver­ant­wor­tungs­in­itia­tive
Im Anschluss an die Dele­gier­ten­ver­samm­lung mach­ten sich die EVP-Mitglieder fit für den Abstim­mungs­kampf zur Kon­zern­ver­ant­wor­tungs­in­itia­tive. Bis zuletzt hat­ten sich die EVP-Ratsmitglieder im Par­la­ment ver­geb­lich für den grif­fi­gen Gegen­vor­schlag des Natio­nal­ra­tes mit Haf­tung statt des zahn­lo­sen stän­de­rät­li­chen Vor­schlags ein­ge­setzt. Daher hatte der Par­tei­vor­stand der EVP Schweiz im August ein­stim­mig die Ja-Parole für die Initia­tive gefasst. «Wenn Kon­zerne ihre Ver­ant­wor­tung miss­ach­ten, Men­schen­rechte mit Füs­sen tre­ten und die Umwelt sowie die Lebens­grund­la­gen unzäh­li­ger Men­schen und Fami­lien zer­stö­ren, ist es in der Ver­ant­wor­tung  der Zivil­ge­sell­schaft, die Kon­zerne in die Ver­ant­wor­tung zu neh­men», ermu­tigte die Prä­si­den­tin die Anwe­sen­den dazu, sich für die Initia­tive zu enga­gie­ren.