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Kampf gegen sexuelle Ausbeutung: EVP-Anzug fordert verstärkte Aufklärung und Prävention zur «Loverboys-Problematik»

Der EVP-Grossrat Tho­mas Widmer-Huber for­dert in sei­nem Anzug das Erzie­hungs­de­par­te­ment auf, Lehr­per­so­nen und Eltern über das betrü­ge­ri­sche und mani­pu­la­tive Vor­ge­hen der Lover­boys auf­zu­klä­ren. Die ver­stärkte Prä­ven­tion soll ver­hin­dern, dass in Basel-Stadt Min­der­jäh­rige sys­te­ma­tisch in die Pro­sti­tu­tion geführt wer­den.

«Lover­boys» sind junge Män­ner, die min­der­jäh­rige Mäd­chen und teil­weise auch Jun­gen sys­te­ma­tisch mit betrü­ge­ri­scher Mani­pu­la­tion in die Pro­sti­tu­tion füh­ren. Häu­fig neh­men sie via Chat­rooms in sozia­len Medien zu ihren Opfern Kon­takt auf. Der Lover­boy gibt den Mäd­chen Auf­merk­sam­keit, Zunei­gung, Kom­pli­mente und oft auch Geschenke. Er gau­kelt die grosse Liebe vor, macht sie sys­te­ma­tisch von sich abhän­gig und son­dert sie zuneh­mend von Freun­den und Fami­lie ab. Ist die Abhän­gig­keit erreicht, kann der Lover­boy alles ver­lan­gen: z.B. Pro­sti­tu­tion, Pro­duk­tion von Por­no­gra­phie und kri­mi­nelle Delikte.  Er ist fak­tisch ein Men­schen­händ­ler. Das Alter der Betrof­fe­nen liegt zwi­schen 12-18 Jah­ren.

In Deutsch­land wurde nach dem „Bun­des­la­ge­bild 2017“ des Bun­des­kri­mi­nal­amts bei über einem Vier­tel der 489 fest­ge­stell­ten Opfer von Men­schen­han­del zur sexu­el­len Aus­beu­tung die „Loverboy-Methode“ ange­wandt. In der Schweiz gin­gen im Jahr 2017 bei der Natio­na­len Mel­de­stelle gegen Men­schen­han­del und sexu­elle Aus­beu­tung 21 Mel­dun­gen zu «Loverboy-Fällen» ein. Zum Kampf gegen sexu­elle Aus­beu­tung braucht es auch in Basel-Stadt ver­stärkte Auf­klä­rung und Prä­ven­tion.

EVP Basel-Stadt

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