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Positive Schullaufbahnbegleitung statt negativer Selektion

Die hohe Gym­na­si­al­quote in Basel-Stadt und die vom ED vor­ge­schla­ge­nen Mass­nah­men sor­gen bei Eltern und in der Poli­tik für hef­tige Reak­tio­nen. Die bis­her vor­ge­schla­ge­nen Mass­nah­men auf den vor­ge­la­ger­ten Schul­stu­fen sind zwar grund­sätz­lich zu begrüs­sen, grei­fen aber zu kurz und ver­hin­dern mög­li­cher­weise sinn­volle Lauf­bah­nen. Gross­rä­tin Anne­ma­rie Pfei­fer legt in einer Inter­pel­la­tion den Fokus auf Alter­na­ti­ven: das Auf­zei­gen der vie­len mög­li­chen Aus­bil­dungs­wege statt einem nega­ti­ven Selek­tio­nie­ren, wel­ches den Druck auf die Kin­der erhöht. Sie weist zudem auf die Pro­ble­ma­tik der vie­len Stu­di­en­ab­bre­cher und über­lan­gen Stu­di­en­zei­ten an der Uni­ver­si­tät in Basel-Stadt hin, die der hohen Gym­na­si­al­quote nach­ge­la­gert ist.

Der heu­tige Trend, für sein Kind unbe­dingt den gym­na­sia­len Aus­bil­dungs­weg anzu­stre­ben, hat auch viel damit zu tun, dass der Wert ande­rer Aus­bil­dun­gen, auch hand­werk­li­cher, zu wenig hoch geschätzt wird, und dass die Durch­läs­sig­keit der ver­schie­de­nen Wege zuein­an­der noch viel zu wenig bekannt ist.

Anne­ma­rie Pfei­fer fragt nach, wie schon in der Pri­mar­schule auf den Wert ande­rer als der gymnasial-universitärer Aus­bil­dun­gen auf­merk­sam gemacht wer­den kann und wie vor allem auch die Lehr­per­so­nen Schü­le­rin­nen und Schü­ler bei der Wahl des für sie geeig­ne­ten Wegs gut beglei­ten kön­nen. Sie for­dert zusätz­li­che Mass­nah­men auf der Gym­na­si­al­stufe, um Jugend­li­che in eine für sie geeig­ne­tere Aus­bil­dung zu füh­ren, falls sie den gym­na­sia­len Anfor­de­run­gen nicht genü­gen kön­nen. Ins­be­son­dere soll der Weg von der Berufs­lehre zur Fach­hoch­schule noch deut­li­cher geför­dert wer­den.

Schliess­lich will sie vom Regie­rungs­rat auch wis­sen, wie er über­lange Auf­ent­halte an den Uni­ver­si­tä­ten – mit Kos­ten­fol­gen – ver­hin­dern will. Gross­rä­tin Anne­ma­rie Pfei­fer for­dert also eine Gesamt­be­trach­tung der Bil­dungs­land­schaft mit all ihren mög­li­chen Wegen – was erfolgs­ver­spre­chen­der erscheint als ein­zelne Ein­griffe im Sys­tem. Es geht nicht darum, Jugend­li­che vom Gym­na­sium aus­zu­sper­ren, son­dern die für sie rich­tige Aus­bil­dung zu fin­den.

Ansprech­per­son: Anne­ma­rie Pfei­fer, Tel. 079 341 18 24

Den text der Inter­pel­la­tion fin­den Sie hier.
 

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