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Vorstoss für einen vorgeburtlichen Mutterschutz wurde überwiesen

Der Grosse Rat hat vor­ges­tern den Anzug von EVP-Grossrat Chris­toph Hoch­uli für die Ein­füh­rung eines vor­ge­burt­li­chen Mut­ter­schut­zes von drei Wochen behan­delt. Nach einer inten­si­ven Debatte ist der Anzug an den Regie­rungs­rat über­wie­sen wor­den.

Medi­zi­ni­sche Fach­per­so­nen sind sich einig, dass es für den Geburts­ver­lauf und die Gesund­heit von Mut­ter und Kind ent­schei­dend ist, ob sich die schwan­gere Frau in Ruhe und mit mög­lichst wenig phy­si­schem oder psy­chi­schem Stress auf die Geburt vor­be­rei­ten konnte.

Ein fixer Mut­ter­schutz von drei Wochen vor dem errech­ne­ten Geburts­ter­min würde den Arbeit­ge­ben­den Pla­nungs­si­cher­heit geben. Sie wis­sen so genauer, ab wel­chem Datum sie eine Stell­ver­tre­tung für die wer­dende Mut­ter orga­ni­sie­ren müs­sen, und die Über­gabe kann geplant wer­den.

Auf kan­to­na­ler Ebene kann der vor­ge­burt­li­che Mut­ter­schutz nur für Kan­tons­an­ge­stellte umge­setzt wer­den. Die EVP Basel-Stadt würde län­ger­fris­tig eine natio­nale Lösung bevor­zu­gen, wel­che für alle wer­den­den Müt­ter gilt. Der vor­ge­burt­li­che Mut­ter­schutz würde dann nicht mehr nur auf Kos­ten der Arbeit­ge­ben­den gehen, son­dern via Erwerbs­er­satz­ord­nung abge­gol­ten. Lei­der ist der Bun­des­rat bis­lang kri­tisch ein­ge­stellt.

Nach einer inten­si­ven Debatte in der Gross­rats­sit­zung wurde der Vor­stoss mit 48 Ja- zu 38 Nein-Stimmen, bei 6 Ent­hal­tun­gen, an den Regie­rungs­rat über­wie­sen. Wir wer­ten dies als Wert­schät­zung und Unter­stüt­zung der Fami­lie und des Mut­ter­wer­dens.