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Zweifel an der Gemeinnützigkeit der Syngenta-Stiftung

EVP-Grossrat Chris­toph Hoch­uli for­dert mit einer Inter­pel­la­tion den Regie­rungs­rat auf, die Gemein­nüt­zig­keit und Steu­er­be­frei­ung der Syngenta-Stiftung zu über­prü­fen.

Syn­genta ver­kauft seit Jah­ren hoch­gif­tige Pes­ti­zide in Ent­wick­lungs­län­dern. Wer sol­che Pes­ti­zide auf Agrar­flä­chen ver­sprüht, muss zwin­gend Schutz­klei­dung tra­gen. Viele Bau­ern und Bäue­rin­nen kön­nen sich diese Schutz­aus­rüs­tung aber nicht leis­ten. Gemäss einer Recher­che der Sonn­tags­Zei­tung eröff­nete die Syngenta-Stiftung in vie­len Ent­wick­lungs­län­dern soge­nannte «Far­mers Hubs». Dort wer­den im Rah­men von Trai­nings Bau­ern und Bäue­rin­nen auch mit Pro­duk­ten von Syn­genta ver­traut gemacht. Zudem wür­den Betrei­bende der «Far­mer Hubs» das Syngenta-Logo auf ihrer Klei­dung tra­gen und an den Wän­den der Räume wür­den Wer­be­pla­kate von Syngenta-Produkten hän­gen. In den zuge­hö­ri­gen Shop wer­den die hoch­ge­fähr­li­chen Pes­ti­zide ver­kauft. Eine Stif­tung dürfte jedoch nicht Mar­ke­ting­zweck für eine Firma sein, denn sie ist laut Steu­er­ver­wal­tung Basel-Stadt steu­er­be­freit. Bedin­gung dafür ist, dass die Stif­tung im All­ge­mein­in­ter­esse und unei­gen­nüt­zig han­delt.

EVP-Grossrat Chris­toph Hoch­uli for­dert mit einer Inter­pel­la­tion den Regie­rungs­rat auf, die Gemein­nüt­zig­keit und Steu­er­be­frei­ung der Syngenta-Stiftung zu über­prü­fen. Wei­ter stellt er dem Regie­rungs­rat Fra­gen zur Ver­ein­bar­keit der Gemein­nüt­zig­keit der Stif­tung und den agrar­öko­lo­gi­schen Prin­zi­pien der UNO-Welternährungsorganisation FAO sowie zu den feh­len­den Schutz­aus­rüs­tun­gen in den Shops der «Far­mer Hubs».