Mit dem knappen JA des Schweizer Stimmvolkes zur Individualbesteuerung würde mit dem Systemwechsel bekanntlich zwar die sogenannte «Heiratsstrafe» auf Bundesebene nun abgeschafft. Der Preis dafür ist jedoch neu eine Benachteiligung von Ehepaaren mit unterschiedlichen Einkommen. Besonders betroffen sind Familien, bei denen der eine Elternteil kein oder nur ein kleines Einkommen erzielt.
Dies will der Riehener EVP-Grossrat Thomas Widmer-Huber nicht hinnehmen. Denn der kürzlich veröffentlichte neue «Schweizer Familienbarometer» zeigt auf, dass die mit Abstand grösste Herausforderung für Familien das Thema «Finanzielle Ressourcen» ist und bleibt. Widmer-Huber fragt in seinem Vorstoss den Regierungsrat, ob er die Meinung teilt, dass Familien (insbesondere im tiefen und mittleren Einkommensbereich) finanziell gefordert sind und dass es daher für sie wichtig sein wird, steuerlich nicht zusätzlich belastet zu werden. Er erkundigt sich zudem, wie eine mögliche Individualbesteuerung auf Kantonsebene umgesetzt werden kann, damit Familien mit unterschiedlichen Einkommen zukünftig nicht (deutlich) höhere Steuern bezahlen müssen.
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Thomas Widmer-Huber, 079 948 92 93, thomas@widmer-huber.ch