Die Ermittlung in Strafverfahren wegen Menschenhandel sind sehr komplex, personal- und zeitintensiv. Ein Problem ist oft auch die sehr geringe Aussagebereitschaft der Opfer, u.a. wegen Drohungen der Täterschaften. Ohne valide Opferaussagen kann ein Verfahren in der Regel aber nicht abgeschlossen werden. Die Fachgruppe Menschenhandel der Kriminalpolizei, welche heute zur Staatsanwaltschaft gehört, ist zurzeit personell sehr schwach aufgestellt und hat zu wenig Ressourcen, um die Ermittlungen in den Strafverfahren in der notwendigen Intensität voranzutreiben. In anderen Kantonen steht für die Bekämpfung des Menschenhandels viel mehr Personal zur Verfügung.
EVP-Grossrat Christoph Hochuli fordert deshalb in seiner Motion, dass im Rahmen des Projekts ReoS (Verschiebung der Kriminalpolizei von der Staatsanwaltschaft zur Kantonspolizei) der Bereich Menschenhandel bei der Kantonspolizei (Fahndungsdienst und Kriminalpolizei) und bei der Staatsanwaltschaft personell substanziell ausgebaut und opferzentriert ausgestaltet wird, damit Menschenhandel effektiv bekämpft werden kann.
Die Motion wurde von Grossratsmitgliedern aus allen Fraktionen unterzeichnet.
EVP Basel-Stadt